Aktuelles zu psychischen Herausforderungen wie Angst, Depression, Überforderung, Trauer, Corona / Long-Covid, Familie, Arbeit, Karriere etc.



Beiträge aus dem Kalenderjahr 2022


Beiträge aus dem Kalenderjahr 2021


24.03.2022 08:09

Migration, Flucht, Krieg

Es ist ein Unterschied, ob jemand auf der Flucht ist oder aus anderen Gründen entscheidet, in ein fremdes Land zu gehen. Verbindend ist eine neue und fremde Lebensumgebung, in der sich die Menschen zurechtfinden müssen. Das bisher vertraute Leben verändert sich. Es ist notwendig, sich an neue Strukturen, Werte, Regeln, Sprachen etc. anzupassen und sich damit auseinander zu setzten. 

Es können Belastungen entstehen, die individuell und höchst persönlich sind.

„Das was mir fremd beim anderen ist, sagt viel über mich als Person aus – vielleicht mehr als über den anderen.1

Es ist lohnenswert, sich damit auseinanderzusetzen, was einem bei anderen so fremd vorkommt. Darauf zu schauen, welche Gefühle entstehen, ob eigene Erfahrungen, Erinnerungen oder etwaige vorgelebte Wertvorstellungen das eigene Denken und Fühlen beeinflussen. Oftmals bedarf es Mut, sich seinen eigenen Gefühlen und Gedanken in kritischer Weise zu stellen. Sind Sie mutig? 

1 M. Behr et al., Gespräche hilfreich führen, Band 2, 2020


22.03.2022 09:30

Psychotherapie hilft gut bei Magersucht

STUDIE

In der weltweit größten Therapiestudie zur Magersucht konnte nachgewiesen werden, dass ein Großteil der Betroffenen fünf Jahre nach einer Psychotherapie vollkommen oder teilweise beschwerdefrei waren. Jede Fünfte zeigte aber überhaupt keinen Therapieerfolg.

Online seit gestern, 10.23 Uhr

Die Ergebnisse der Studie für ambulant behandelte Magersuchtpatientinnen haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Lancet Psychiatry“ veröffentlicht: Fünf Jahre nach Therapieende konnten 41 Prozent der Patientinnen als genesen eingestuft werden, weitere 41 Prozent zeigten teilweise Magersuchtsymptome, 18 Prozent litten immer noch am Vollbild der Erkrankung.

Magersucht – Anorexia nervosa – ist eine schwerwiegende psychosomatische Erkrankung, die insbesondere Frauen betrifft und tödlich verlaufen kann. Die Betroffenen sind enormen körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen ausgesetzt. Aber auch ihre Angehörigen stehen unter einem großen Leidensdruck.

Ganzer Artikel: https://science.orf.at/stories/3212091/

Die Studie abrufbar unter ​https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(22)00028-1/fulltext​​​


13.03.2022 13:17

Wenn Nachrichten Angst machen - Krieg, Corona

STANDARD FÜR KINDER

Was du tun kannst, wenn dir Nachrichten Angst machen

Krieg, Corona, Klimakrise – passiert denn nur mehr Schlimmes auf der Welt? Wie du mit diesen Nachrichten umgehen und was du tun kannst, wenn du dich schlecht fühlst

Birgit Riegler

13. März 2022, 12:26

Nachrichten mit Maß

Pandemie, Krieg, Klimakrise – das kann einem ganz schön Angst machen. Dazu musst du aber wissen, dass in den Nachrichten immer nur ein Teil von all dem gezeigt wird, was gerade auf der Welt los ist. Und meistens wird eben berichtet, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Dazu kommen noch die vielen Beiträge auf Tiktok, Instagram oder Youtube. Oft sieht man hier auch schreckliche Bilder und Videos, gerade jetzt aus dem Ukraine-Krieg. Aber nicht alles, was hier gezeigt wird, ist auch echt. Unsere Tipps: Sieh dir Nachrichten gemeinsam mit deinen Eltern an, und frag nach, wenn du dich nicht auskennst. Leg Pausen von Tiktok und Co ein und schalte ab, wenn du Angst bekommst. 

Ganzer Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000133988967/was-du-tun-kannst-wenn-dir-nachrichten-angst-machen


10.03.2022 14:12

Angst, Belastungen, Trauma - Krieg

Ein lesenswertes Interview zum Thema Krieg und Traumata finden Sie unter nachstehendem Link:

Ganzer Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000133818905/trauma-durch-krieg-vertrauen-ist-immer-eine-art-risikoinvestment

04.03.2022 08:00

Angst, Bedrohnung, Überforderung - Krieg

Welche Gefühle entstehen bei Ihnen aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Europa? 

  • Können Sie es (noch) aushalten?
  • Merken Sie, dass es Ihnen im Moment zu viel wird?
  • Haben Sie den Eindruck, dass alle nur noch schlimmer wird?
  • Haben Sie Ängste vor ungewissen Entwicklungen oder der Zukunft?


Ängste gehören zu unserem Leben. Es wäre eine Illusion zu denken, ein Leben ohne jegliche Formen von Ängsten führen zu können. In Gefahrensituationen können sie uns warnen oder schützen. Wenn sie überhandnehmen, Belastungen entstehen.

Welche Form von Angst jemand erlebt, ist sehr persönlich. Auch wenn mehrere Personen sich vor einer bestimmten Sache ängstigen, ist die individuell empfundene Angst unterschiedlich. Sie ist abhängig von der eigenen Lebensgeschichte, persönlichen Erfahrungen, der Umwelt etc.


Eigene Ängste anzunehmen und sich mit diesen auseinanderzusetzen, kann hier hilfreich sein.

Was erleben Sie derzeit als besonders beängstigend?

  • Überfordern Sie Medienberichte über den Krieg?
  • Fühlen Sie sich einer Bedrohung ausgesetzt?
  • Sorge um nebenstehende Menschen im Kriegsgebiet?
  • Ein Gefühl der Hilflosigkeit?


Darüber zu reden hilft bei der Angstverarbeitung. Wenn Sie merken, dass Sie alleine nicht weiterkommen, ist es an der Zeit, sich professionelle Hilfe zu holen.

Kontakt unter



22.02.2022 14:20

Psychische Belastungen, Depressionen, Alkohol

FOLGEN DER PANDEMIE


Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob sich Ihr Alkoholkonsum während der Pandemie verändert hat? Darüber zu reden hilft, sich selbst ein klareres Bild  zu verschaffen.


Alkohol: Der eine Schluck zu viel

In geselliger Runde über den Durst zu trinken ist in Österreich gesellschaftlich akzeptiert. Doch 15 Prozent der Bevölkerung trinken zu viel – die Pandemie hat das Alkoholproblem weiter verstärkt

Pia Kruckenhauser

12. Februar 2022, 17:00

Langeweile kann eine Motivation sein. Gesellschaftliche Konventionen. Gewohnheit. Stressabbau. Der Wunsch nach Belohnung. Das Bedürfnis nach mehr Lockerheit, etwa wenn man Ängste hat. Aber auch Depressionen können dahinterstecken. Die Gründe, warum man zu Wein, Bier, Prosecco oder auch Gin Tonic und Schnaps greift, sind vielfältig. Und nicht alle, die zu viel trinken, sind auch automatisch alkoholkrank. "Man muss unterscheiden zwischen problematischem Konsum, schädlichem Konsum und Suchterkrankung", erklärt Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien.

Klar ist: Alkohol ist ein Zellgift. Trinkt man ihn, schädigt man den eigenen Körper. Es gibt einen als unbedenklich eingestuften Konsum, das ist bei Männern 0,6 Liter Bier oder 0,3 Liter leichter Wein – täglich. Frauen können zu 0,4 Liter Bier oder 0,2 Liter leichtem Wein greifen. Multipliziert man diese Mengen mit dem Faktor 2,5, wird es tatsächlich problematisch, das hat die WHO offiziell so eingestuft. Wie viel Alkohol getrunken wird, ist auch kulturell bedingt, betont Lochner, "Österreich ist mit Sicherheit ein Hochkonsumland. 

Ganzer Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000133305048/alkoholder-eine-schluck-zu-viel


04.02.2022 11:16

Psychotherapie oder doch Coaching?

HILFE ZUR SELBSTHILFE

Coaching vs. Psychotherapie: Was ist wann am besten geeignet?

Ängste und Depressionen treten in den letzten zwei Jahren verstärkt auf. Wird der Leidensdruck zu groß, können Impulse von außen helfen.

Magdalena Pötsch

2. Februar 2022, 14:00

Junge Menschen, Frauen und Personen mit niedrigem Einkommen sind von den psychischen Folgen der Pandemie am stärksten betroffen. Impulse von außen helfen, sind aber teuer.

Müde. Ausgelaugt. Depressiv. Diese negativen Gefühle kennen viele. Und wie auch nicht? Je länger die Pandemie dauert, desto stärker werden Stress, Druck und damit psychische Belastung. Ängste, Schlafstörungen und Anzeichen für Depression nehmen zu. Damit einhergehend steigt die Nachfrage nach psychotherapeutischer Hilfe. Das zeigt auch eine Studie der Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin an der Med-Uni Wien zu den Folgen der Krise für die seelische Gesundheit.

Besonders betroffen sind junge Menschen, Frauen und Personen mit niedrigem Einkommen. Gerade Frauen leiden unter Mehrfachbelastungen, mit der Pandemie wurden traditionelle Rollenbilder wieder spürbarer. Geschlossene Schulen und Clubs belasten die junge Generation. Auch wer finanziell nicht abgesichert ist, hat ein höheres Risiko, unter Angstzuständen zu leiden.

Ist das noch normal?


Ganzer Artikel: ​https://www.derstandard.de/story/2000133019192/coaching-vs-psychotherapie-was-ist-wann-am-besten-geeignet​​​


16.01.2022 10:46

Kinder und Jugendliche - Pandemie und psychische Belastungen und / oder Erkrankungen

BELASTUNG

Kinder in der Pandemie: Gibt es die Generation Corona?

Kinder und Jugendliche haben unter Corona mehr psychische Störungen entwickelt. Diese sind jedoch nicht unbedingt ein Zeichen anhaltender Schwächung junger Menschen

Irene Brickner, Anna Giulia Fink

15. Jänner 2022, 07:00

Bereits im März 2021 berichtete mehr als die Hälfte der Jugendlichen von Depressionssymptomen.

Auf manch Dahingesagtes reagiere er "mit Blutdruckspitzen", sagt Paul Plener, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie am AKH in Wien. Etwa auf einen mit Fortdauer der Pandemie geprägten Begriff, der den Jüngsten und Jungen pauschal psychische und soziale Schädigungen infolge der seuchenbedingten Erschwernisse zuschreibt: Generation Corona.

Hierbei handle es sich um ein "Fehlurteil über diese im Grunde sehr fitten Jahrgänge", sagt der Psychiater. Für einen Arzt, der im AKH selbstbeschädigende und suizidale 13- bis 18-Jährige behandelt und sich mit Traumafolgen in dieser Altersgruppe beschäftigt, ist das ein, auf den ersten Blick, erstaunlicher Befund.

Plener erklärt das so: Zwar hätten die heute Heranwachsenden weit größere Herausforderungen zu bewältigen als frühere Jugendliche – neben der Pandemie auch die Klimakrise und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Und diese beschleunigten Verwerfungen hätten "ein Mehr an psychischen Erkrankungen" zufolge.

 

Ganzer Artikel https://www.derstandard.at/story/2000132550037/kinder-in-der-pandemie-gibt-es-die-generation-corona?ref=article

13.01.2022 10:13

Psychische Erkrankungen - Depressionen, Ängste, Familienprobleme, Krisen

CORONAVIRUS

Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu

Dass uns die Pandemie so lange begleiten wird, das hat vor knapp zwei Jahren wohl kaum jemand angenommen. Seit Monaten nehmen Fälle von psychischen Problemen oder Erkrankungen zu – und Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg.

8. Jänner 2022, 12.34 Uhr

Bereits im ersten Lockdown habe man einen Anstieg an Therapieanfragen festgestellt, sagt Lukas Wagner vom steirischen Landesverband für Psychotherapie – er spricht von einer Verdoppelung, in schwierigen Zeiten wie etwa rund um Weihnachten oder im Winter sogar von einer Verdrei- oder Vervierfachung.

Therapien dauern länger

Zudem dauern die Therapien länger als vor der Krise, „weil Corona einfach eine andauernde Zusatzbelastung ist und man so viel schwieriger zu dem kommt, sich um die eigentlichen Themen zu kümmern, wenn es Corona nicht in der Form gäbe“, so Wagner.

CoV als Brennglas

Die Themen der Klienten seien breit gestreut: CoV wirke da wie ein Brennglas – Probleme, die die Menschen vorher schon hatten – wie soziale Zurückgezogenheit oder Probleme in der Familie – würden sich nun weiter verstärken. Viele würden aber auch stark durch die Krise kommen und erst danach einen Einbruch erleiden, sagt der Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am LKH Graz 2, Michael Lehofer.

 

Ganzer Artikel: ​https://steiermark.orf.at/stories/3137481/​​​


01.01.2022 17:11

Paartherapie - belastende Themen und Herausforderungen

Neues Jahr! Alte Probleme?


Die Feiertage und der Jahreswechseln stellen Paare manchmal vor besondere Herausforderungen. Bereits bekannte Schwierigkeiten und Probleme in der Partnerschaft sind nicht mehr zu leugnen. Die „ruhige“ Zeit des Jahres entpuppt sich als Belastungsprobe oder Bestätigung bereits geahnter Themen.

  • Wie ist das bei euch? 
  • Welche Schwierigkeiten haben sich ergeben?
  • Gibt es diese Partnerschaft noch?
  • Was kommt nun?

Nicht immer gelingt es in einer Paarbeziehung alle Probleme alleine zu lösen. Wenn beide bereit sind, sich Hilfe zu holen, bin ich gerne für Sie da.

Manchmal macht es vor Beginn einer Paartherapie Sinn, dass besonders belastende Themen in Form einer Einzeltherapie bearbeitet werden.

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PSYCHE

Was gegen den „Neujahrsblues“ hilft

Mit dem Jahreswechsel kommt für viele Menschen erst einmal auch ein Stimmungstief. Das zeigt sich bei Beratungsstellen, hier ist zu Jahresbeginn deutlich mehr los als sonst. Der medizinische Leiter der Psychosozialen Dienste in Wien erklärt, wie man besser durch schwierige Phasen kommt.

29. Dezember 2021, 15.18 Uhr

Antriebslosigkeit, Melancholie, innere Leere bis hin zu depressiven Verstimmungen treten nach den Feier- und Ferientagen besonders häufig auf. Bei den Psychosozialen Diensten in Wien melden sich zu Jahresbeginn jedenfalls deutlich mehr Menschen mit psychischen Problemen als sonst. Etwa zehn bis 15 Prozent mehr Anrufe und Besuche gebe es um diese Zeit, meint Georg Psota, Leiter der Psychosozialen Dienste in Wien.

Belastungsprobe für die Beziehung

Es seien vor allem Beziehungsprobleme, die nach Weihnachten und Silvester zu psychischen Problemen führen. Die Psychosozialen Dienste in Wien seien aber eigentlich keine Beratungsstellen für Beziehungsprobleme, sondern Anlaufstelle für Menschen mit psychischen Krankheiten wie Schizophrenie, Depressionen und Suizidgedanken.

Ganzer Artikel ​https://science.orf.at/stories/3210675/​​​


21.12.2021 09:17

Kinder und Jugendliche - Schlafstörungen, Angst, Stress und vieles mehr

ALARMIERENDE DATEN

Kinder und Jugendliche

Aufwachsen in einer instabilen Welt

Schlafstörungen, Angst- und Stresssymptome, depressive Symptomatiken, suizidale Gedanken, Suizidversuche: Die Daten zu den Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche sind alarmierend. ORF.at hat mit zwei Expertinnen über Impfdebatten unter Sechsjährigen gesprochen, über das Scheitern der Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen Sicherheit zu geben, und darüber, wie trotz allem Hoffnung vermittelt werden kann.

Für Kinder und Jugendliche vergeht die Zeit gefühlt langsamer. Die Pandemie dauert schon bald zwei Jahre an – und damit nicht nur gefühlt einen sehr großen Teil einer Kindheit und Jugend. In diesem Zeitraum saßen Teenager monatelang alleine zu Hause und waren nur über ihr Smartphone mit der Außenwelt verbunden. Volksschulkinder erlebten ihre ganze Schulzeit als unsichere Aneinanderreihung von Präsenz- und Lockdown-Phasen. Und Kleinkinder lernten eine Welt ohne Pandemie nie kennen.

„In Relation zur eigenen Lebenszeit ist es eine unglaublich lange Zeit für Kinder und Jugendliche. Für eine Achtjährige dauert die Pandemie nun schon ein Viertel ihres Lebens und wahrscheinlich ein Drittel der Phase, an die sie sich bewusst erinnern kann“, sagt Ulrike Zartler vom Institut für Soziologie der Universität Wien. Seit Beginn der Pandemie führt Zartler mit ihrem Team regelmäßig Gespräche mit Eltern für die österreichweite Längsschnittstudie „Corona und Familienleben“ durch. „Sehr beunruhigend“ sei alleine schon die Tatsache, dass die Eltern die Auswirkungen der Pandemie auf ihre Kinder in vielen unterschiedlichen Bereichen sehen.


ganzer Artikel: https://orf.at/stories/3240393/


15.12.2021 16:32

Psychische Dauerbelastung bei Kindern- und Jugendlichen

"DRINGENDER HANDLUNGSBEDARF" - Kinder und Jugendliche

Studie: Psychische Belastung bei Schülern "besorgniserregend"

Fast zwei Drittel der Schülerinnen und ein gutes Drittel der Schüler zeigen eine mittelgradige depressive Symptomatik.

15. Dezember 2021, 14:21

Um die psychische Gesundheit von Österreichs jugendlichen Schülern ist es derzeit nicht allzu gut bestellt.

62 Prozent der Mädchen und 38 Prozent der Burschen weisen eine mittelgradige depressive Symptomatik auf. Das geht nach Angaben vom Mittwoch aus einer weiterführende Studie des Departments für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit der Donau-Universität Krems zur psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern hervor. "Die psychische Belastung ist besorgniserregend", erklärte Autor Christoph Pieh.


Ganzer Artikel: ​https://www.derstandard.at/story/2000131932556/studie-psychische-belastung-bei-schuelern-besorgniserregend​​​


09.12.2021 09:36

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder, Jugendliche und Familiensysteme

Die Pandemie dauert nun bald zwei Jahre. Es gibt so vieles, dass sich in dieser Zeit verändert hat. Zuvor undenkbare Situationen haben sich entwickelt. Psychische Belastungen sind teilweise zu einem Dauerzustand geworden. Immer mehr Kinder, Jugendliche und ganze Familiensysteme sind massiv belastet und psychisch beeinträchtigt. Familien erleben Gefühlsschwankungen zwischen Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Überforderung. Die Unsicherheit der Situation und das nicht vorhersehbare Ende sind Realität.


Es wird zunehmend sichtbar, welche Spuren und Belastungen diese Zeit bei Kindern, Jugendlichen und Familiensystemen bis jetzt hinterlassen hat.


Welchen Bedingungen waren und sind junge Menschen ausgesetzt?

Vieles musste trotz Schulschließungen, distance learning und Lockdowns bewältigt werden. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen waren nicht immer optimal. Mangelnde Motivation, mit eigenen Problemen alleine gelassen zu werden und verminderte Selbstwertgefühle sind nur einige der Konsequenzen. Geblieben ist womöglich eine Unlust, in die Schule, Uni/Ausbildung zu gehen oder diese überhaupt fortzuführen.

Durch fehlende soziale Kontakte zu Gleichaltrigen ist eine altersadäquate Entwicklung eingeschränkt. Plötzlich waren Kinder und Jugendliche nicht mehr Teil einer Klassengemeinschaft oder Gruppe. Fehlende Stabilität und Sicherheit sowie soziale Isolation haben weitreichende Spuren hinterlassen.


Wie können sich Belastungen bei Kindern und Jugendlichen zeigen?

  • Ängste
  • Depressionen
  • gestörtes Schlafverhalten
  • Panikattacken
  • selbstverletzendes Verhalten, suizidale Gedanken oder erfolgte Suizidversuche

Gab es bereits vor der Pandemie psychische Belastungen, so hat sich die Situation oftmals verschlechtert.

Welche Auswirkungen auf Familiensysteme haben sich ergeben?

Abgesehen von der Grundsatzfrage, wie Kinderbetreuung organisiert und realisiert werden konnte, haben sich weitere Themen ergeben. Eine Vermischung zwischen Arbeits- und Familienleben bei jenen, die vorwiegend im Homeoffice tätig waren oder sind. Für Menschen, die dies nicht konnten, eine zusätzliche organisatorische Herausforderung, da auf bewährte UnterstützerInnen wie Großeltern, Verwandte oder Freunde etc. nicht mehr zurückgegriffen werden konnte.

Die eigenen Kinder zu unterrichten oder dafür Sorge zu tragen, dass Aufgaben und Lernziele erfüllt werden, kann schnell zu Konflikten führen. Missverständnisse, aggressives Verhalten und Kränkungen folgen und wirken sich negativ auf das familiäre Zusammenleben aus. Es entsteht unweigerlich die Frage, wie es so weit kommen konnte, dass man sich nicht mehr miteinander unterhalten kann. Sich gegenseitig nicht mehr versteht oder wiedererkennt. 

Wenn Eltern nicht mehr zu ihren Kindern durchdringen, da sich diese verschließen, unbekannte Verhaltensweisen zeigen oder einfach von zu Hause abhauen, werden Verzweiflung und Sorgen immer größer. Trotz alledem heißt es für Erwachsene weiterzumachen, zu funktionieren, ihre Aufgaben zu erfüllen. Auch wenn es noch so viel Anstrengung erfordert. 


Die Sehnsucht nach Normalität ist groß.

Sich in besonders belastenden Ausnahmesituationen Hilfe zu holen ist sinnvoll.


26.11.2021 10:51

Corona - Pandemie - Kinder & Jugendliche - Depressionen - Long-Covid

CORONA-AUSWIRKUNGEN

Antidepressiva-Einsatz bei Jugendlichen um 41 Prozent gestiegen

Die Pandemie hat laut Experten bei der Gesundheit der Jugendlichen Spuren hinterlassen. Sie fordern mehr Aufklärung und "so viel Normalität wie möglich"

25. November 2021, 11:22

64 Prozent weniger Besuche beim Hausarzt, 41 Prozent mehr Antidepressiva: "Das sind zwei Eckzahlen, die zeigen, wie die Corona-Pandemie die Kinder- und Jugendgesundheit beeinflusst hat", sagte Peter Lehner, Co-Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, bei der Eröffnung des 8. Kinder- und Jugendsymposiums des Dachverbands der Sozialversicherungen. Expertinnen und Experten diskutierten dabei online die Auswirkungen der Pandemie auf die Kinder- und Jugendgesundheit.

Ganzer Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000131427041/antidepressiva-einsatz-bei-jugendlichen-um-41-prozent-gestiegen


26.11.2021 10:59

Long Covid Kinder - Corona

Ist auch Ihr Kind an Long-Covid erkrankt?

  • Ist Ihr Kind dadurch psychisch belastet?
  • Wirkt sich diese Belastung auch auf die Familie aus?
  • Hat sich dadurch das Familienleben verändert? 

Viele neue Fragen ergeben sich und letztlich gilt es, diese veränderte Situation so gut als möglich zu meistern. Holen Sich sich oder Ihrem Kind Hilfe, wenn es alleine schwierig wird.


Ein interessanter Artikel dazu:

Elf Prozent der erkrankten Kinder hatten Long Covid

Auch Kinder können "Long Covid" entwickeln, wie nun eine Studie von AGES, MedUni Graz und der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde zeigt.

Wie häufig zeigen Kinder mit einer Coronainfektion Symptome? Gibt es Long Covid bei Kindern? Wie belastet sind Eltern und Kinder durch eine kindliche Infektion? Diese Fragen soll eine Studie beantworten, die seit Frühjahr 2021 von AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), MedUni Graz und der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) durchgeführt wird. Nun wurden erste Zwischenergebnisse von 755 Kindern bis 14 Jahre präsentiert. Daniela Schmid, AGES-Studienkoordinatorin, sagt: "60 Prozent der positiv getesteten Kinder entwickelten klinische Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Knapp sieben Prozent wurden bei einem Arzt vorstellig; 2,4 Prozent wurden in einem Krankenhaus aufgenommen."

Ganzer Artikel: ​https://www.sn.at/panorama/wissen/elf-prozent-der-erkrankten-kinder-hatten-long-covid-112679725​​​


22.11.2021 13:32

Soziale Isolation als psychische Belastung während der Corona-Pandemie

Es ist schon wieder so weit. Für viele Menschen beginnt eine neuerliche Zeit der sozialen Isolation. Während sich die einen noch darüber freuen können, weil sie sich z.B. Arbeitswege ersparen oder anderen Unannehmlichkeiten aus dem Weg gehen können, ist es für andere eine Qual. 

  • Was heißt soziale Isolation für Sie? 
  • Welche Auswirkungen hat dieser Lockdown auf Ihre psychische Gesundheit?


Darüber zu reden hilft.


17.11.2021 13:36

Depressionen, Ängste oder doch Vorfreude?

(Vor-)weihnachtszeit und psychische Belastungen

 

Kennen Sie das auch?

  • Was, wenn alles rund um "die besinnlichste Zeit" im Jahr eigentlich nur furchtbar erscheint? 
  • Wenn man das Gefühl hat, dass sich alle freuen und man selbst eigentlich am liebsten davonlaufen würde? 
  • Oder man gerne so tun würde, als ob es Weihnachten gar nicht gibt.  
  • Wenn schmerzhafte Erinnerungen verlässlich wiederkehren?
  • Scheinbar jede/jeder einen Ort hat, an dem gefeiert wird während man selbst alleine ist?  


Die (Vor)-weihnachtszeit bringt vielfältige Gefühle und Erwartungen mit sich. Während sich viele Menschen bereits sehnsüchtig auf diese Zeit freuen, können bei anderen Depressionen, Ängste, Sorgen etc. auftreten.



15.10.2021 12:55

Psychische Erkrankungen - Covid & Pandemie

Coronavirus

Pandemie: Immer mehr leiden psychisch

Die psychische Gesundheit der Wienerinnen und Wiener hat sich während der CoV-Pandemie weiter verschlechtert. Nach dem ersten Lockdown im Vorjahr ging es einem Viertel schlechter als davor, heuer im Frühjahr war es schon fast jeder Zweite.

Besonders stark betroffen sind Personen, die aufgrund ihrer geringen sozioökonomischen Ressourcen zum unteren Drittel der Gesellschaft zu zählen sind, ist eines der Erkenntnisse der Befragung des Instituts SORA. Im März und April wurden 1.013 Wienerinnen und Wiener ab 16 Jahren befragt, 500 davon waren schon bei der ersten Befragung im Frühjahr 2020 dabei – es könne also ein Verlauf dargestellt werden, hieß es in einer Aussendung.

Mehrere Schereneffekte

Weitere Gruppen, die besonders unter der Pandemie leiden, sind Menschen, die schon davor unter psychischen Problemen litten, sowie junge Menschen und Frauen. Besonders Alleinerzieherinnen klagen über psychische Probleme wie Angst, Depressionen und Erschöpfungen. Bei den Wenigverdienerinnen gaben zwei Drittel an, dass sich ihre Situation verschlechtert hat.

Generell zeigt sich laut der Stadt, die die Befragung in Auftrag gegeben hat, ein Schereneffekt in vielen Bereichen. So habe sich ein „Class Gap“ gebildet. Je weniger eine Person verdient, desto häufiger treten psychische Probleme auf. Frauen sind ebenfalls häufiger betroffen, hier spielt auch die Thematik der Kinderbetreuung rein.

Junge stark getroffen

Eine weitere Gruppe, die von den Folgen der Pandemie überdurchschnittlich hart getroffen wird, sind junge Menschen. Ihre Situation wird nicht nur von sozioökonomischen Faktoren, sondern auch vom Fehlen sozialer Kontakte, beengtem Wohnraum und fehlenden Zukunftsperspektiven deutlich eingeschränkt. 58 Prozent aller unter 35-Jährigen gaben an, dass sich ihre Situation verschlechtert hat, bei den Älteren waren es nur 39 Prozent.

Ganzer Artikel https://wien.orf.at/stories/3125817/

08.10.2021 11:43

Psychische Probleme bei Kindern- und Jugendlichen

"KRISE IM KOPF"

Psychische Probleme: Bundesjugendvertretung fordert Maßnahmen

Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen hat laut einer Studie psychische Probleme. Die Bundesjugendvertretung sieht "akuten Handlungsbedarf" und präsentiert Zehn-Punkte-Charta

Verena Mischitz

7. Oktober 2021, 15:03

"Für zu viele ist die psychische Gesundheit zur versteckten Krise der Pandemie geworden", erklärt Julian Christian, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung (BJV) beim Pressegespräch zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen am Donnerstagvormittag. Kinder und Jugendliche seien massiv von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen.

Junge Menschen leiden pandemiebedingt um 80 Prozent häufiger an Depressionen und Angststörungen als die restliche Bevölkerung. Wie stark Jugendliche aufgrund der Corona-Krise psychisch belastet sind, zeigt auch eine Studie der Donau-Universität Krems in Zusammenarbeit mit der Med-Uni Wien: 56 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler leiden unter einer depressiven Symptomatik, die Hälfte unter Angststörungen. 16 Prozent haben suizidale Gedanken.

Ganzer Artikel: ​https://www.derstandard.de/story/2000130255459/psychische-probleme-bundesjugendvertretung-fordert-massnahmen​​​


04.10.2021 14:44

Psychotherapie - Long-Covid bzw. Post-Covid

An Long-Covid bzw. Post-Covid erkrankte können an unterschiedlichsten Beeinträchtigungen leiden. Aus Sicht der Psychotherapie können Belastungen auf Grund kognitiver Störungen, Depressionen und / oder Angstzuständen ein Thema sein.


Pandemie

Empfehlungen für Long-Covid-Versorgung beschlossen

Bund, Länder und Sozialversicherungen haben Empfehlungen für die Versorgung von Personen mit "Long Covid" beschlossen.

Auch drei Monate nach einer überstandenen Covid-Infektion leiden Betroffene an Beschwerden, die es ihnen unmöglich machen, ihrem Beruf nachzugehen und sich längere Zeit körperlich oder geistig anzustrengen. Long Covid bzw. Post-Covid-Syndrom heißt dieses Phänomen, das immer mehr Österreicher betrifft. Nun gibt es, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, einen entsprechenden Beschluss in der Bundes-Zielsteuerungskommission. Damit wolle man eine österreichweit einheitliche medizinische Versorgung von Personen mit "Long Covid" sicherstellen.

Dafür werden alle für die Versorgung relevanten Bereiche von der Primärversorgung bzw. den Hausärzten bis zur Rehabilitation miteinbezogen, hieß es. Gesundheitsminister Werner [sic] Mückstein (Grüne) lobte den Beschluss als "wichtigen Schritt". Er nehme als Arzt und Gesundheitsminister "Long Covid" sehr ernst und möchte Bewusstsein dafür schaffen. Dazu stehe er in engem Austausch mit allen relevanten Stakeholdern, so Mückstein.

Ganzer Artikel: https://www.diepresse.com/6042024/empfehlungen-fur-long-covid-versorgung-beschlossen

29.09.2021 09:54

Psychotherapie bei Burnout

Informativer Gastbeitrag zum Thema Burnout.

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MENTALE GESUNDHEIT

Wie lange dauert eigentlich ein Burnout?

Der Schweregrad des Burnout bestimmt die Therapie. Beim Wiedereinstieg in den Job kann Wiedereingliederungsteilzeit sinnvoll sein.

Gastbeitrag: Elisabeth Wagner

 28. September 2021, 07:00

Oft werde ich gefragt: Wie lange dauert eigentlich so ein Burnout-Syndrom? Nicht nur im Bereich psychischer Störungen, auch bei den meisten somatischen Erkrankungen sind verschiedene Verlaufsformen bekannt. Bei Corona-Infektionen haben wir uns daran gewöhnt – von asymptomatischen Verläufen bis zur Intensivstation ist da alles möglich.

Ähnlich gibt es beim Burnout-Syndrom unterschiedliche Schweregrade. Von einem unkomplizierten Burnout-Syndrom würde ich sprechen, wenn ein psychisch gesunder Mensch mit einer grundsätzlich positiven Einstellung zum Leben und zur Arbeit aufgrund einer außergewöhnlichen beruflichen Belastung, häufig auch in Kombination mit einer familiären Belastung wie z. B. einem pflegebedürftigen Angehörigen, ein schweres Erschöpfungssyndrom erleidet. Hier genügt meist eine drei- bis sechswöchige Auszeit, um sich zu erholen. Spezifische Behandlungsmaßnahmen können den Regenerationsprozess unterstützen, sind aber nicht zwingend erforderlich.

Angst vor der Arbeit

Viel Häufiger sind aber komplexere Verlaufsformen, bei denen die Erschöpfung von Panikattacken oder körperlichen Beschwerden wie Tinnitus, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckkrisen begleitet wird. Wenn sich die chronische Stressreaktion in dieser Art im Körper manifestiert, ist meist mit einer längeren Beeinträchtigung zu rechnen. Krankschreibungen zwischen sechs und zwölf Wochen sind hier die Regel, spezifische Behandlungsmaßnahmen wie eine psychiatrische Rehabilitation oder eine qualifizierte Psychotherapie sind unbedingt nötig.

Ganzer Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000129918108/wie-lange-dauert-eigentlich-ein-burnout


23.09.2021 11:25

Kinder und Jugendliche - psychische Belastungen durch Depression, Angst, Suizidgedanken

KINDER UND JUGENDLICHE

Depressionen, Ängste, Suizidgedanken bei Kindern: Schwierige Entstörung

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die mit psychischen Problemen ringen, ist erschreckend hoch. Doch es fehlt an Fachärzten und Therapieplätzen

Elisabeth Schneyder

 19. September 2021, 07:00

"Bisher waren unsere suizidgefährdeten Patienten 13 Jahre oder älter. Inzwischen haben wir schon Zehnjährige, die nicht mehr leben wollen." Katrin Skala, Kinder- & Jugendpsychiaterin

Was psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen betrifft, war Österreich schon vor der Pandemie keine Insel der Seligen: Rainer Fliedl und Andreas Karwautz von der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie stellten anhand 2012 bis 2019 erhobener Daten fest, dass bereits jeder vierte Teenager entsprechende Symptome aufwies.

Die Pandemie hat das Problem verschärft, wie eine Studie der Donau-Universität Krems und der Wiener Med-Uni zeigt. Eine im Februar 2021 durchgeführte Befragung von 3052 Schülerinnen und Schülern (ab 14 Jahren) ergab: 55 Prozent litten unter depressiver Symptomatik, die Hälfte unter Ängsten, ein Viertel unter Schlafstörungen – und 16 Prozent hegten Selbstmordgedanken.

Doch wer Hilfe sucht, hat schlechte Karten: Es fehlt an Fachärzten und Betten für stationäre Behandlung. Ein Problem, das nicht selten in bittere Nöte mündet.

Ganzer Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000129065143/depressionen-aengste-suizidgedanken-bei-kindern-schwierige-entstoerung?ref=article

21.09.2021 10:46

Psychotherapie oder Coaching?

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, ob Psychotherapie oder Coaching für Sie persönlich besser geeignet wäre? 

Die Unterschiede kurz und knapp zusammengefasst:

Psychotherapie ist präventiv, gesundheitsfördernd und/oder persönlichkeitsentwickelnd wirksam. Bereits bestehende psychische Leidenszustände, Belastungen oder Erkrankungen werden bearbeitet und besprochen. Es handelt sich hierbei um einen längerer und intensiveren Prozess.

Ein Coachingprozess ist klar von Psychotherapie abzugrenzen, zeitlich begrenzt und wesentlich kürzer. Hier stehen üblicherweise berufliche Themen im Fokus. Anhand Ihrer Ziele werden eigene Lösungen und Möglichkeiten erarbeitet.

21.09.2021 10:30

Burnout, berufliche Überlastungen oder Belastungen - Psychotherapie hilft

STUDIE

Vorgesetzte achten zu wenig auf mentale Gesundheit

Wirtschaftskrisen sind auch für die Gesundheit eine Herausforderung. Eine aktuelle Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der jungen Führungskräfte an Burnout leidet

Gudrun Ostermann

21. September 2021, 10:00

Drei von zehn Arbeitnehmern gaben an, dass sich ihre geistige und körperliche Gesundheit in den letzten zwölf Monaten verschlechtert habe.

Nur wer selbst gesund ist, kann auch seine Mitarbeiter gesund führen. Klingt logisch und einfach. In der Praxis ist das aber nicht immer so leicht umzusetzen, wie die weltweite Umfrage "Resetting Normal: Defining the New Era of Work" der Adecco Group zeigt. Dafür wurden über 15.000 Arbeitnehmer und Führungskräfte in 25 Ländern befragt.

Ein Ergebnis: Mehr als die Hälfte der jungen Führungskräfte (54 Prozent) leidet an Burnout. 

Ganzer Artikel: ​https://www.derstandard.at/story/2000129746380/vorgesetzte-achten-zu-wenig-auf-mentale-gesundheit​​​

01.09.2021 15:03

Long Covid, Psychotherapie, Post-Covid-Syndrom, Angst und Alltag

LONG COVID

Angst vor ewig: Leben mit dem Post-Covid-Syndrom

Wird mein Leben jemals wieder normal? Mit Fortdauer der Pandemie plagt diese Frage immer mehr Menschen. Besonders jene, die aufgrund eines Post-Covid-Syndroms ihren Alltag nicht mehr bewältigen können

Johannes Stühlinger

 31. August 2021, 16:00

"95 Prozent der Long-Covid-Fälle werden innerhalb eines absehbaren Zeithorizonts von selbst wieder gut. Es braucht einfach etwas Geduld." Ralf Harun Zwick

Sie ist Mutter. Hat zwei Kinder. Nennen wir sie Maria. Bis vor wenigen Monaten schupfte sie täglich ihr Familienleben mit links, den Job mit rechts. Heute sind das für die junge Frau nicht mehr zu bewältigende Aufgaben. Zu erschöpft ist sie. Körperlich. Auch seelisch. Maria steht stellvertretend für jene Menschen, die trotz einer mild verlaufenen Corona-Infektion unter dem sogenannten Post-Covid-Syndrom leiden. Sie weiß heute nicht, ob sie morgen oder jemals wieder ganz gesund werden wird.

Ganzer Artikel: https://www.derstandard.at/story/2000129064366/angst-vor-ewig-leben-mit-dem-post-covid-syndrom

30.08.2021 11:21

Demenz / Alzheimer - Psychotherapie für Angehörige

Sehr interessanter Artikel zum Thema Demenzerkrankungen mit dem Hinweis auf das Buch von Arno Geiger "Der König in seinem Exil". Ich persönlich finde dieses Buch sehr lesenswert.

Wie geht es Ihnen persönlich bei der Betreuung, Begleitung und/oder Pflege von einer an Demenz erkrankten Person? 

Die eigene psychische Belastung sollte bei diesem Thema nicht außer Acht gelassen werden. Es kann sehr belastend und fordernd sein mitzuerleben, wie sich Menschen durch diese Krankheit verändern. Hilflosigkeit, Selbstvorwürfe, Überforderungssituationen und vieles mehr werden manchmal nur Schritt für Schritt bewusst und können unterschiedliche Reaktionen auslösen.


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DEMENZERKRANKUNG

Leben mit Alzheimer: Wie ein Abschied vom Ich

Morbus Alzheimer gilt als Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts. Bringen neue Medikamente und alternative Behandlungsmethoden jetzt die Wende?

Klaus Höfler

27. August 2021, 14:00

Betroffene können die Krankheit mit einem "Fassadenverhalten" lange geheim halten.

Es beginnt im Kleinen. Fast unbemerkt. Ein Wort, das ihm nicht einfällt. Ein Gesicht, das er nicht erkennt. Ein Gegenstand, dem er keinen Namen zuordnen kann. "Die Krankheit des Vaters fing auf so verwirrende Weise langsam an, dass es schwierig war, den Veränderungen die richtige Bedeutung beizumessen", beschreibt es der Schriftsteller Arno Geiger in seinem Buch Der König in seinem Exil, in dem er die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters zum Thema macht.

Eine Krankheit, die vom deutschen Arzt Alois Alzheimer Anfang des 20. Jahrhunderts pionierhaft erforscht wurde und mittlerweile als "Volkskrankheit" der Gegenwart gilt. Sie ist für 60 bis 80 Prozent der Demenzerkrankungen verantwortlich.

Als chronische Alterskrankheit hat das auch demografische Gründe. So leiden heute in Österreich bis zu 80.000 Menschen unter Alzheimer. 2050 könnten es aufgrund der Überalterung laut Österreichischer Alzheimer-Gesellschaft 100.000 mehr sein. Weltweit zählt die Weltgesundheitsorganisation schon jetzt rund 50 Millionen Betroffene. Diese Zahl könnte in den nächsten 30 Jahren auf mehr als 150 Millionen steigen.

Ganzer Artikel: ​https://www.derstandard.at/story/2000129065393/leben-mit-alzheimer-wie-ein-abschied-vom-ich​​​

13.08.2021 06:44

Depressionen bei Jugendlichen durch Covid

Medizin

COVID-19: Depressionen und Angststörungen haben bei Jugendlichen deutlich zugenommen

Dienstag, 10. August 2021

Calgary/Kanada – Schulschließungen und die mit dem Lockdown verbundene soziale Isolierung haben zu einem Anstieg von psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen geführt. Nach einer Meta­analyse in JAMA Pediatrics (2021; DOI: 10.1001/jamapediatrics.2021.2482) zeigt weltweit jeder 4. Jugend­liche vermehrt Symptome einer Depression und jeder 5. vermehrte Symptome einer Angststörung.

Mentale Störungen waren auch vor COVID-19 bei Heranwachsenden häufig. Frühere Kohortenstudien hatten die Prävalenz von Angststörungen auf 11,6 % und die Häufigkeit von depressiven Symptomen auf 12,9 % geschätzt. Zu den depressiven Symptomen im Jugendalter gehören Traurigkeit, ein Verlust von Interesse und Freude an Aktivitäten sowie Störungen von Schlaf und Appetit. Angstsymptome manifes­tieren sich häufig in einer unkontrollierbaren Sorge, Angst und Übererregbarkeit.

Da Jugendliche emotional stark auf die Unterstützung durch Peer-Groups und Mitschüler angewiesen sind, war ein Anstieg von mentalen Störungen zu befürchten. 

Ganzer Artikel ​https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/126273/COVID-19-Depressionen-und-Angststoerungen-haben-bei-Jugendlichen-deutlich-zugenommen​​​

 

21.07.2021 10:31

Essstörungen - Magersucht, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating

Psychologie / Psychotherapie

Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating - ein Überblick

19. Juli 2021, 10:55 Uhr

hochgeladen von Florian Friedrich

Das Verhältnis zum Essen und zur Nahrungsaufnahme kann gestört sein. Essstörungen sind eine psychische Erkrankung, die äußerlich gut sichtbar ist.

Essen und Trinken wird von Menschen als etwas Existentielles und Verbindendes erlebt. Dabei wird unser Essverhalten gesteuert durch:
 - kognitive Prozesse (etwa Wissen um gesunde Ernährung, Einstellungen wie Vegetarismus oder vegane Ernährung, Informationen über gesunde und ungesunde Ernährungsweisen)
 - Emotionale Dispositionen
 - Lernprozesse (etwa durch Konditionierungen)
 - genetische Veranlagungen
 - biologische Mechanismen.
 
Essen bedeutet aber auch Beziehung, nämlich Beziehung zu sich selbst, zu den Mitmenschen und zum Leben. So sind viele gesellschaftliche Rituale mit gutem Essen und Trinken verbunden und fördern grundsätzlich die Beziehung zu sich selbst als auch zur Gemeinschaft. Essen kann somit den sozialen Zusammenhalt oder eine Partnerschaft stärken („Liebe geht durch den Magen“), und in allen Kulturen und Religionen wohnt dem Essen und Trinken etwas Transzendentes inne.
Im Essen und Trinken bilden sich auch Machtdynamiken ab: So wird Essen, Einkaufen und Kochen in patriarchalischen Kulturen eher der weiblichen Genderrolle zugeschrieben, Alkohol und Trinken eher dem männlichen Geschlecht (Besäufnisse werden eher bei Männern toleriert als bei Frauen).

ganzer Artikel: Psychologie / Psychotherapie: Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Adipositas, Binge-Eating - ein Überblick - Salzburg-Stadt (meinbezirk.at)

28.06.2021 08:54

Psychische Erkrankungen

STUDIERENDENSOZIALERHEBUNG

Psychische Erkrankungen unter Studierenden am stärksten gestiegen

Obwohl es vielerorts Behindertenbeauftragte gibt, sucht sich nur die Hälfte der Studierenden mit Beeinträchtigung Hilfe bei Problemen, zeigt eine IHS-Studie.

26. Juni 2021, 12:32

In der Pandemie ist die Gesundheit in den Fokus gerückt – nicht nur körperlich, auch psychisch. Besonders das psychische Wohlbefinden der Jungen hat sich verschlechtert, zeigen aktuelle Erhebungen. Doch bereits vor Corona hat sich dieser Trend abgezeichnet. Das legt auch die neue Auswertung "Zur Situation behinderter, chronisch kranker und gesundheitlich beeinträchtigter Studierender" der Studierendensozialerhebung nahe. Diese führt das Institut für Höhere Studien (IHS) regelmäßig für das Wissenschaftsministerium durch. 2019 nahmen rund 45.000 Studierende an der Online-Umfrage teil.

Seit 2015 ist der Anteil an psychischen Erkrankungen – die größte Gruppe der Beeinträchtigungen – stark gestiegen: von 3,8 auf 4,9 Prozent aller Studierenden. Insgesamt haben zwölf Prozent der Studierenden mindestens eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die ihr Studium beeinflusst. Frauen sind öfter betroffen als Männer – oder sagen es eher.

An Kunstunis ist der Anteil an betroffenen Studierenden mit 16 Prozent überdurchschnittlich hoch. An öffentlichen Unis liegt er bei 13 Prozent, an FHs und Privatunis bei jeweils neun. Neben psychischen Erkrankungen sind Studierende etwa von chronisch-somatischen Erkrankungen, Mobilitätsbeeinträchtigungen, Teilleistungsstörungen oder Seh- bzw. Hörbeeinträchtigungen betroffen. Laut fast zwei Dritteln der Betroffenen ist die Beeinträchtigung nicht gleich erkennbar.

Ganzer Artikel ​https://www.derstandard.at/story/2000127715608/psychische-erkrankungen-unter-studierenden-am-staerksten-gestiegen?ref=article​​​

22.06.2021 10:45

Long-Covid oder Depression?

Wenn Covid-19 das Gehirn belastet

Der Europäische Neurologenkongress in Wien thematisiert die Langzeitfolgen der Lungenkrankheit auf das Denkorgan.

vom 19.06.2021, 12:00 Uhr | Update: 19.06.2021, 18:03 Uhr

Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit, das Gefühl von Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen noch lange nach einer Corona-Infektion, selbst wenn diese mit leichten Symptomen vorüberging: Etwa zehn Prozent der ehemaligen Covid-19-Patienten fühlen sich längerfristig nicht gesund. "Long Covid" heißt der Zustand, der Betroffene Einschränkungen auferlegt, die künftig auch für Gesundheitssysteme erhebliche Kosten nach sich ziehen könnten.

Doch was ist Long Covid? "In einer Studie mit 3500 Menschen wurden insgesamt 205 Symptome angegeben", sagt Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, im Corona-Podcast des Senders NDR. Es handle sich um eine Multi-System-Erkrankung. Das heißt: Mehrere Körper-Funktionen können betroffen sein, also nicht nur die Lunge, sondern auch andere Organe, wie etwa das Gehirn. Zu erforschen sei jetzt, nach 14 Monaten der Pandemie, ob jede der Farben auf dieser Palette von Leiden die gleiche Ursache hat, sprich von Covid-19 ausgelöst wurde, oder ob mehrere Faktoren mitspielen.

Auch Junge und Kinder leiden an Long Covid

"Zu den Symptomen zählen Geruchsstörungen, subjektive kognitive Störungen wie etwa solche des Gedächtnisses, Belastungsintoleranzen, verlängerte Regeneration und Erschöpfbarkeit bei körperlichen Anstrengungen", führt Thomas Berger, Leiter der Universitätsklinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Wien, aus. 

Ganzer Artikel (9+) Long Covid - Wenn Covid-19 das Gehirn belastet - Wiener Zeitung Online

Beinahe am Ende des Artikels wird darauf hingewiesen, dass eine Abgrenzung zu Depressionen notwendig sei, die sich ebenfalls als Long-Covid-artige Symptome darstellen können.
17.06.2021 11:15

Pandemie - Gewalt am Arbeitsplatz - psychische, physische und sexuelle Gewalt

WIRTSCHAFTKARRIERE

15.06.2021

Pandemie verstärkt Gewalt am Arbeitsplatz

Gewalt am Arbeitsplatz hat sich seit Ausbruch der Pandemie verschärft. Besonders stark stieg die Zahl der Betroffenen von verbaler Gewalt.

von Theresa Kopper

Ein Linzer Arbeitnehmer bekommt von seinem Chef ausschließlich überfordernde und nicht bewältigbare Aufgaben, nur um später vor der gesamten Kollegschaft lächerlich gemacht zu werden, weil er diese nicht erledigt hat.

Nach über einem Jahr Mobbing wird er psychisch krank und in weiterer Folge gekündigt. Anderer Fall: Eine Handelsangestellte wird von ihrem Chef sexuell belästigt. Als sie sich aufregt, meint dieser nur, sie solle sich „nicht so anstellen“. Beide Betroffenen gehen zur Arbeiterkammer und erkämpfen eine Schadenersatzzahlung.

Pandemie verstärkt Gewalt-Potenzial

Die beiden Fälle stehen exemplarisch für psychische, physische und sexuelle Gewalt, die Arbeitnehmer in Österreich mitunter erleben. Im Vorjahr waren rund sieben Prozent der Beschäftigten hierzulande von körperlicher Gewalt betroffen, acht Prozent wurden Zeugen davon. Sechs Prozent erlebten im Job bereits sexuelle Belästigung, vier Prozent sexuelle Übergriffe, wie eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich ergibt.

„Und die Corona-Pandemie hat das Gewalt-Potenzial in den Firmen noch einmal verstärkt“, sagt Sophie Hötzinger, Arbeitsschutz-Expertin bei der Arbeiterkammer Oberösterreich und Mitautorin der Studie.

So zeige eine neuerliche Befragung im ersten Quartal dieses Jahres, dass die Zahl der Betroffenen von verbaler Gewalt von 16 auf 25 Prozent angestiegen ist.

Mobbing-Dynamiken verdoppeln sich

Ganzer Artikel: Pandemie verstärkt Gewalt am Arbeitsplatz | kurier.at

Stimmungsbegleitung
16.06.2021 09:26

Long-Covid - Herausforderungen auch im Berufsleben

JOURNAL-PANORAMA

Long Covid: Die große Erschöpfung

Gut zehn Prozent aller Corona Patienten haben nach der eigentlichen Infektion noch monatelang zum Teil massive gesundheitliche Probleme. Sie sind von Covid genesen, aber nicht gesund, haben die Virus Erkrankung überstanden, sind aber nicht fit - sie sind "Long Covid Patienten".

Long Covid kann Erwachsene, Kinder und Jugendliche betreffen. In der ersten Long Covid Ambulanz im Wiener Allgemeinen Krankenhaus werden Patienten zwischen 18 und 85 Jahren betreut. Statistisch gesehen haben aber Frauen unter 50 ein besonders hohes Risiko, an Long Covid Symptomen zu leiden.Wie lange kognitive oder neurologische Probleme, Atemnot oder Herzrhythmusstörungen, chronische Müdigkeit, Gelenksschmerzen, Schlafprobleme oder Geruchs- und Geschmacksverlust andauern können, zeigen Befragungen jener Schitouristen, die sich im März letzten Jahres in Ischgl mit dem Corona Virus angesteckt hatten: Fünf Prozent von insgesamt 6.000 betroffenen Touristen aus aller Welt gaben in einer vom Verbraucherschutzverein VKI durchgeführten Umfrage an, dass sie noch heute an Dauerfolgen laborieren.

Ganzer Artikel: Long Covid: Die große Erschöpfung - oe1.ORF.at

15.06.2021 17:09

Entlastungsdepression

  • Sie haben alle über die letzten Monate gestellten Herausforderungen überstanden?
  • Druck und Anspannung in unterschiedlichster Form ausgehalten?
  • Bereits zuvor bestehende Probleme haben sich verschlechtert?

Verschiedenste Belastungen ohne Aussicht auf Veränderungen sind überstanden. Es scheint so, als dass sich die lange Zeit der Anspannung derzeit etwas löst und gerade jetzt ist vielleicht ein Zustand allgemeiner Erschöpfung spürbar.


Psychische Belastungen können sich in unterschiedlichster Form bemerkbar machen.

Womöglich fühlt es sich so an, als ob Sie

  • keine Kraft mehr hätten,  
  • innerlich leer wären, 
  • ungewohnt reizbar sind,
  • das Interesse an zuvor angenehmen Aktivitäten verloren haben oder
  • depressive Verstimmungen spüren?

Es liegt noch eine zum Teil ungewisse Zeit vor uns. Niemand kann sagen, wie lange diese noch andauern wird. 

Nehmen Sie psychische Belastungen ernst und holen Sie sich Hilfe, wenn Sie diese brauchen.

15.06.2021 17:06

Covid-19 Herausforderung auch für die Psyche

Die CoV-Neuinfektionen in Österreich gehen zurück. Die Zahl der Menschen in Spitalsbehandlung sinkt ebenfalls, allerdings deutlich verzögert. Neben der medizinischen Behandlung erhalten Erkrankte in den Kliniken psychologische Betreuung. Dabei zeigen sich die Herausforderungen, die Covid-19 für die Psyche bedeutet – und die auch nach der Rückkehr in die Normalität nicht so einfach verschwinden.

23. Mai 2021, 7.30 Uhr

Der Gang ins Kaffeehaus, das Work-out im Fitnessstudio, das Konzert der Lieblingsband – nach sieben Monaten pandemiebedingter Schließungen ist Österreich weitgehend zur Normalität zurückgekehrt. Fachleute sind zuversichtlich, dass sich die Virusausbreitung in Zukunft dank der fortschreitenden Immunisierung der Bevölkerung mit weniger rigiden Mitteln als Lockdowns kontrollieren lässt.

Die Nachwirkungen der CoV-Krise auf die Gesundheit werden die Gesellschaft allerdings noch länger beschäftigen. Das betrifft einerseits Symptome, die bei manchen Betroffenen noch lange nach der überstandenen Erkrankung anhalten, bekannt als „Long Covid“. Andererseits rechnen Fachleute damit, dass es in den nächsten Jahren „sehr wahrscheinlich“ zu einem Anstieg psychischer Belastungsstörungen kommen wird, wie es jüngst bei einem von der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) organisierten Vortrag hieß.

Ganzer Artikel: Herausforderung auch für die Psyche - news.ORF.at

15.06.2021 17:04

Long-Covid und ME/CFS: Genesen und doch krankhaft erschöpft

Genesen, aber nicht gesund, so lässt sich „Long Covid“ wohl am besten beschreiben. Betroffene haben die akute Covid-19-Infektion zwar überstanden, leiden jedoch an schweren Langzeitfolgen – die meisten am chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Manche sogar so stark, dass sie vor Erschöpfung kaum das Bett verlassen können. Angesichts der Öffnungen gelte es, sich dieses Risikos bewusst zu sein, so der Neurologe Michael Stingl gegenüber ORF.at. 

Ich verstehe die große Freude über Lockerungen der aktuellen Maßnahmen. Ich denke nur, dass es fair gewesen wäre, die Leute schon wesentlich früher auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass es auch nach mildem Verlauf von Covid-19 zu möglicherweise chronischen Folgen kommen kann“, sagte der Wiener Neurologe.

Denn: Genesene mit „Long Covid“ seien „nicht gesund. Sie haben nur nicht mehr aktives Covid-19“, so Stingl. Laut der Berliner Charite ist das „häufigste Symptom“ der Coronavirus-Langzeitfolgen ME/CFS – die Myalgische Enzephalomyelitis beziehungsweise das chronische Fatigue-Syndrom, wohl besser bekannt als chronisches Erschöpfungssyndrom.

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